
Hier draußen auf der flachen, windgepeitschten ehemaligen Heidelandschaft liegt ein Stück deutscher Militärgeschichte in Dänemark. Denn hier errichteten die Deutschen während des Zweiten Weltkriegs eine Radarstation.
Die Station war mit zwei großen Radaren ausgestattet, jeweils mit einem Durchmesser von 17 Metern, und auf großen, massiven Betonfundamenten platziert – eines davon ist in der Landschaft einige hundert Meter vom Rastplatz entfernt zu sehen. Die Radarstation war Teil eines größeren Netzwerks von etwa 200 Stationen, die sich über Europa erstreckten, von denen 22 in Dänemark lagen. Die Radare wurden von Hand bedient, und als ein ausländisches Flugzeug gefunden wurde, wurde eine Nachricht vom Fitting-Lager an ein Kommando auf Fünen und in Karup gesendet.
Die Radarstation in Fitting befindet sich etwa 10 km südlich des deutschen Flugplatzes in Vandel und wurde 1941 errichtet. Rund um die Radarstation war ein Lager oder eine kleine Stadt errichtet worden, in der einst 400 Menschen hinter Zäunen lebten. Anschließend wurden auch Spuren von Gräben und kleineren Gebäuden gefunden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Lager zunächst als Flüchtlingslager und später als Internierungslager für Deutsche genutzt, die nach Kriegsende nach Deutschland zurückkehrten. Die Aktivitäten an der Stätte wurden 1947 eingestellt.
Gegenüber dem Bauernhof Skødevej 20, in einer Öffnung im Zaun östlich der Schotterstraße, befindet sich eine Informationstafel mit weiteren Erklärungen und schönen Bildern vom in Betrieb befindlichen Lager.
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